Über
1.2 Millionen Menschen mit Demenz leben in Deutschland, 6.500 allein in
Stuttgart, und diese Zahl wird mit dem Anstieg des Durchschnittsalters
steigen. Da keine Heilungschancen in Sicht sind, nutzen die Betreuenden
jetzt in zunehmendem Maße die Kultur, als Möglichkeit auch den Alltag
besser in den Griff zu bekommen und damit die Lebensqualität zu
verbessern.
Langsam, Schritt für Schritt verändert sich das Denken der Menschen mit Demenz. Und in der Gesellschaft?
Spiegel online meldete am 10.August 2008:
Lange Zeit galt der Verstand als höchste Errungenschaft des Menschen,
Gefühle dagegen wurden als dumm und unzuverlässig abgetan.
Mittlerweile wissen Hirnforscher, dass Emotionen ihre eigene
Intelligenz haben und überlebenswichtig sind.
Die Initiative „RosenResli“- Kultur für
Menschen mit Demenz, entwickelte ein für Deutschland neuartiges Projekt
für mehr Lebensqualität für Menschen mit Demenz. Geholfen wird hier
allen Betroffenen (auch deren Angehörigen) ihr Leben in Würde zu leben,
sowohl in Heimen, Wohngruppen oder in der Familie.
„RosenResli“ schöpft bestehende kulturelle Ressourcen in der Kulturlandschaft und unterstützt engagierte Partner der Wohlfahrtsverbände, die Träger der Pflegeheime und die Kirchen. „RosenResli“ organisiert und konzipiert dazu ein Programm: Museum, Theater, Konzert, Oper, Ballett,Gottesdienste, Lesungen und Sinnesgarten/Haus des Waldes werden von Menschen mit Demenz, dank fürsorglicher Begleitung, besucht.
Haben
die Besucher doch schon nach dem verlassen des Museums oder Theaters
wieder alles vergessen. Neben der positiven Auswirkung auf die Stimmung ,
die manchmal für Stunden oder Tage anhält, zeigen die Führungen, dass
die Demenz, welche oftmals die Fähigkeiten der Betroffenen so vielfältig
einschränkt, manchmal auch tiefliegende Fähigkeiten, wie Deutungs- und
Ausdrucksvermögen, die bis dahin verborgen waren aktivieren kann und
wieder lebendig werden lässt.
Wenn Sie diese Menschen dort wo sie leben an einem ganz gewöhnlichen Tag getroffen hätten, hätten Sie sie wohl lange nicht so überzeugt und ausdruckssicher erlebt, wie jetzt im Museum. Demenz raubt keine Erinnerungen, unsere Erinnerungen sind alle gespeichert. Demenz betrifft nur jenen Teil des Gehirns, der auf Erinnerungen zugreift; es ist, als ob man die Erinnerungen in einen Tresor gesteckt hat und dann den Schlüssel verloren hat. Die Emotionen jedoch sind immer da.
Immer öfter machen sich die Menschen mit Demenz auf den Weg. Sie
verlassen gemeinsam mit Angehörigen oder Helfern das Haus und machen in
Kultur. Mit der U-Bahn ins Museum, Theater, Varieté, in die Kirche zum
Gottesdienst, in den Sinnesgarten und noch viel mehr. Für Menschen mit
Demenz ist das eine Fahrt ins Blaue, ein Abenteuer, denn Sie wissen
nicht was Sie erwartet.
Erstmal am Ziel angekommen ist die Freude groß, denn jetzt ist viel Zeit für Erinnerungen, Poesie, Melancholie, Gesprächen, mit Worten oder „Händen und Füßen“ und viel Emotionen. Und wenn die "sprachlosen" Menschen, die den "Verstand" verloren haben, beim Kontakt mit der Kultur sehr emotional wieder ins Gespräch kommen, dann sind die Menschen glücklich angekommen.
„RosenResli“ schöpft bestehende kulturelle Ressourcen in der Kulturlandschaft und unterstützt engagierte Partner der Wohlfahrtsverbände, die Träger der Pflegeheime und die Kirchen. „RosenResli“ organisiert und konzipiert dazu ein Programm: Museum, Theater, Konzert, Oper, Ballett,Gottesdienste, Lesungen und Sinnesgarten/Haus des Waldes werden von Menschen mit Demenz, dank fürsorglicher Begleitung, besucht.
Haben
die Besucher doch schon nach dem verlassen des Museums oder Theaters
wieder alles vergessen. Neben der positiven Auswirkung auf die Stimmung ,
die manchmal für Stunden oder Tage anhält, zeigen die Führungen, dass
die Demenz, welche oftmals die Fähigkeiten der Betroffenen so vielfältig
einschränkt, manchmal auch tiefliegende Fähigkeiten, wie Deutungs- und
Ausdrucksvermögen, die bis dahin verborgen waren aktivieren kann und
wieder lebendig werden lässt.Wenn Sie diese Menschen dort wo sie leben an einem ganz gewöhnlichen Tag getroffen hätten, hätten Sie sie wohl lange nicht so überzeugt und ausdruckssicher erlebt, wie jetzt im Museum. Demenz raubt keine Erinnerungen, unsere Erinnerungen sind alle gespeichert. Demenz betrifft nur jenen Teil des Gehirns, der auf Erinnerungen zugreift; es ist, als ob man die Erinnerungen in einen Tresor gesteckt hat und dann den Schlüssel verloren hat. Die Emotionen jedoch sind immer da.
Immer öfter machen sich die Menschen mit Demenz auf den Weg. Sie
verlassen gemeinsam mit Angehörigen oder Helfern das Haus und machen in
Kultur. Mit der U-Bahn ins Museum, Theater, Varieté, in die Kirche zum
Gottesdienst, in den Sinnesgarten und noch viel mehr. Für Menschen mit
Demenz ist das eine Fahrt ins Blaue, ein Abenteuer, denn Sie wissen
nicht was Sie erwartet.Erstmal am Ziel angekommen ist die Freude groß, denn jetzt ist viel Zeit für Erinnerungen, Poesie, Melancholie, Gesprächen, mit Worten oder „Händen und Füßen“ und viel Emotionen. Und wenn die "sprachlosen" Menschen, die den "Verstand" verloren haben, beim Kontakt mit der Kultur sehr emotional wieder ins Gespräch kommen, dann sind die Menschen glücklich angekommen.
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