Dienstag, 6. Januar 2015

Familienpflegezeit: Wer pflegt, verliert.

 Von Jörg Römer

Lohnersatz bei akutem Pflegebedarf von Angehörigen und Auszeit aus dem Job: So will ein Gesetz die Pflege von Angehörigen ab 2015 erleichtern. Doch die Regelung hat Schwachstellen und schließt viele Arbeitnehmer aus.

Ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt - zum Pflegefall können Menschen schnell werden. Auch nach der ersten medizinischen Versorgung sind viele weiter auf Hilfe angewiesen. Oft springen Angehörige ein. Mehr als ein Drittel der über 2,6 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland wird zu Hause von Verwandten gepflegt - viele von ihnen müssen deshalb in ihrem Beruf kürzertreten und auf Geld verzichten. Unterstützen soll sie eigentlich das Familienpflegezeitgesetz. Doch das hilft in seiner bisherigen Form den Pflegenden kaum. Laut einer Umfrage berichten 79 Prozent der Betroffenen von schlechter Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

Das soll sich nun ändern. Denn die Reform des Gesetzes zum 1. Januar 2015 verspricht bessere Bedingungen für die Betreuung von Angehörigen und Unterstützung bei akuten Pflegefällen. Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) will so der steigenden Zahl älterer Menschen Rechnung tragen, die von Angehörigen betreut werden. Was bringt die Neuregelung?

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