Sonntag, 22. Januar 2017

Astrid Heller hat seit über drei Jahren Alzheimer

Von Paul Lassay
Ich werde mich morgen nicht mehr an dieses Gespräch erinnern. Ich werde wissen, dass ich mit der Zeitung gesprochen habe, aber ich werde nicht mehr wissen, mit wem genau – ob es ein Mann oder eine Frau war.“ Astrid Heller sagt diese Worte wie andere sagen, dass sie morgen ein Ei zum Frühstück essen werden. Sachlich, ohne Anflüge von Melancholie oder gar Depression. Typisch für sie ist eher ein kurzes Lachen am Ende eines Satzes. Und das obwohl die 55-jährige Mutter einer Tochter weiß: „Irgendwann werde ich verwirrt in einem Heim landen.“

 Astrid Heller hat Alzheimer. In ihrem Gehirn lagern sich Eiweiße ab, die dafür sorgen, dass nach und nach immer mehr Nervenzellen absterben. Warum genau die Krankheit verläuft, wie sie verläuft ist immer noch nicht restlos erforscht. Medikamente können die Entwicklung bremsen, am Ende aber steht unausweichlich die Demenz. Dann sind Gedächtnis-, Planungs- und Auffassungsprobleme so schwerwiegend, dass die Betroffenen nicht mehr alleine im Alltag zurechtkommen. Insgesamt ist Alzheimer für mehr als die Hälfte aller Demenz-Fälle verantwortlich.

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